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Interview mit Stefanie Hasse

Wie lange hast du an deinem Buch „Magic Tales“ geschrieben?

Ich schreibe immer rund 2-3 Monate an einem Buch, die Vorbereitungen laufen aber schon lange vorab (Inhaltsplanung, Plot, Figurenentwicklung, usw.)

 

In deinem Buch entsteht die Magie durch eine Sigille am Arm. Wie bist du auf das gekommen?

Ich wollte nicht „normal“ mit Zauberstab oder Zaubersprüchen hexen wie in den meisten Büchern über Hexen. Weil mir die Magie in „The Magicians“ so gefallen hat, hab ich etwas ebenfalls Besonderes gesucht und bin bei der Sigillenmagie gelandet – die habe ich dann nur ein wenig für mich abgeändert (mit der ureigenen Sigille usw.), bis sie perfekt zu meiner Welt gepasst hat.

 

Warum spielt deine Geschichte ausgerechnet in Laupheim?

Ursprünglich wollte ich sie in Amerika spielen lassen, ähnlich wie in Sabrina. Da aber der märchenhafte Ursprung (und die Hexen sowieso) viel besser nach Deutschland passen, haben wir uns auf ein deutsches Setting geeinigt. In Süddeutschland war die Hexenverfolgung ein großes Thema. Ich wollte aber keine der offiziellen „Hochburgen“ der Verfolgung (die überlebenden Hexen sind ja schließlich von dort geflohen), daher lag meine Heimatstadt nahe. Weil ich aber Kleinigkeiten im Setting anpassen musste, hab ich den Ort umbenannt.

 

Bei diesem Buch hast du dich ein wenig von „Aschenputtel“ inspirieren lassen. Wie kam es dazu?

Das war der Grundgedanke des Buches. Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust auf eine Märchenadaption hätte. Meine Antwort war sofort, dass mein Cinderella männlich wäre – im nächsten Satz dann, dass er von seinen Hexengeschwistern gemobbt werden würde. Daraus hat sich dann der Rest entwickelt.

 

Welche Hobbies hast du noch neben dem Schreiben?

Schreiben macht mir nach wie vor Spaß, aber es ist nicht mehr mein Hobby, sondern mein Job. In meiner Freizeit lese ich sehr viel, höre Hörbücher, bastle irgendwas oder beschäftige unseren Chihuahua Loki.

 

In welches Tier würdest du dich am liebsten verwandeln?

In einen Drachen :-) Wenn es ein realistisches sein muss, dann wohl irgendeinen Vogel. Einen großen Vogel.

 

Wer dufte dein Buch als erstes lesen?

Meine Testleser. Das wechselt immer ein wenig zwischen ihnen und meinem Mann, je nachdem, wer schneller ist.

 

Haben deine Kinder dein Buch bereits gelesen?

Nein, Magic Tales tatsächlich nicht. Das Märchenthema war nicht so interessant für sie.

 

Was fasziniert dich so sehr an Magie?

Das sie ihre eigenen Regeln hat und so unglaublich vieles damit ganz schnell und einfach erledigt werden könnte.

 

Wie bist du auf den Loewe Verlag gestoßen?

Er ist auf mich gestoßen. Ich habe früher sehr viel aus dem Verlag gelesen und so ist dann irgendwann der Kontakt entstanden und ich habe die Idee von Schicksalsbringer hingeschickt – und wurde genommen.

 

Welche Tipps kannst du angehenden Autoren geben?

Schreib dein Buch zu Ende. Egal, ob es dir in irgendeinem Stadium des Schreibens nicht mehr gefällt, du so viele neue Ideen hast, … Bring es zu einem Ende, überarbeiten kannst du immer noch und so beweist du (vor allem dir selbst!), dass du es schaffen kannst.

 

Wie beginnst du mit dem Schreiben deiner Bücher?

Die Arbeit am Buch beginnt lange vor dem Schreiben. Ich habe eine erste Idee, vielleicht eine Szene oder eine Kulisse, daraus entwickle ich einen hoffentlich spannenden Plot, suche die passenden Figuren und schreibe eine Leseprobe, die dann an meine Agentin geht, die sich damit auf Verlagssuche macht. Wenn dann mit dem Verlag alles besprochen ist, mache ich mich ans Schreiben.

 

Wird es einen zweiten Band geben? Falls ja, verrätst du uns auch schon ein wenig, wie es weitergehen wird?

„Verhext im Morgengrauen“ erscheint im März und der Märchenprinz wird dieses Mal Mara sein. Welche Junge welche Prinzessinnenrolle einnimmt, verrate ich noch nicht. :-)

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